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Kamera RIG
RIG - seite
Heutzutage wird viel mit normalen digitalen Spiegelreflexkameras (DSLR) gefilmt, weil man eine unendliche Zahl von Objektiven zur Verfügung hat und die Kameras mittlerweile eine sehr gute Filmqualität liefern. Leider sind diese Kameras zum filmen nicht wirklich gut handhaben, da es ja Fotokameras sind. Daher gibt es eine riesige Anzahl von extra für DSLR-Kameras entwickelten Kamera-RIG's. Die Preise vernünftiger RIG's übersteigen oftmals die Anschaffungskosten der Kamera, was mich dazu bewog, eins selbst zu bauen.
Internetrecherchen brachten für mich nicht die erwünschten Ergebnisse, größtenteils wurden hier Konzepte vorgestellt, die eine möglichst große Anzahl verschiedener Kameras abdeckte. Ich brauche aber eins für nur eine Kamera, nämlich meine...
Im Baumarkt wurde ich in der Sanitärabteilung fündig. Das Grundgerüst besteht aus zusammengelöteten Kupferrohren (Heizungsrohr) und lässt sich für den Transport in zwei Teile zerlegen.
Natürlich gibt es beim Filmen mir DSLR's noch die Problematik des Fokussierens. Bei RIG's "von der Stange" besteht der Follow Focus lediglich aus einem "90 Grad-Umlenkgetriebe", so dass man einen Focus-Puller benötigt, wenn man das RIG mit beiden Händen tragen möchte. Man kann natürlich den Fokus selbst bedienen und das RIG mit nur einer Hand tragen. Das ist dann eine ähnliche Übung, wie ein volles Mass Bier mit ausgestrecktem Arm zu halten...
Ich wollte eine Lösung, bei der beide Hände an beiden Tragegriffen bleiben und sich das Gewicht so auf beide Hände verteilt. Hier kommt also nur eine elektrische Lösung in Frage. Da ich sowieso schon für den externen Monitor und den optionalen Leuchten (CCFL-Filmlicht & 20W LED Filmlicht) einen Umhängeakku benutze, ist es Energie-versorgungs-technisch gar kein Problem.
Also weitere Recherche im Internet, denn Remote Follow Focus Systeme sind genau so wie komplette Kamera-RIG's übertrieben teuer!


Remote Follow Focus
RIG - motor
Grundsätzlich kommen zwei unterschiedliche Antriebssysteme für den Fokus in Frage. Einmal mit Servos und einmal mit Schrittmotoren. Ich habe hier ein wenig mit den verschiedenen Systemen hin und her experimentiert und kam für mich zum Entschluss erst einmal mit der Servotechnologie zu beginnen und später mit den präziseren Schrittmotoren fortzufahren.

RIG - motor
Ausserdem habe ich mich für einen Riemenantrieb entschieden, weil hier keine Zahnringe für unterschiedliche Objektive benötigt werden. Mit meinem Standart-Objektiv funktioniert es wunderbar. Auch an einem zweiten Objektiv funktioniert es sehr gut. Wahrscheinlich werde ich für weitere Objektive noch Anpassungen vornehmen müssen, die befinden sich aber leider momentan noch nicht in meiner Objektiv-Sammlung...
Ein Objektivwechsel geht erstaunlich schnell, solange der Fokus-Ring des Objektives an der gleichen Position ist. Einfach Riemen runter, Objektiv wechseln, Riemen wieder drauf, Start- und Endpunkt anfahren und es kann weitergehen...

Rig - poti
Der Fokus lässt sich bequem mit dem Daumen der linken Hand steuern. Es ist ebenfalls möglich, das Fokus-Poti einem Focus-Puller in die Hand zu geben.


Beeindruckend, wie präzise dieser Remote-Focus funktioniert. Er hat sehr wenig Spiel und ist erstaunlich leise.

RIG - marker
Auch Markierungen der verschiedenen Fokus Positionen sind möglich...

RIG - monitor
Hier noch der Monitor, der mir per Zufall als nacktes TFT-Panel in die Hände fiel. Ein Alugehäuse drum herum, Sonnenblende dran und fertig... Es gibt die Möglichkeit einen Videosender an dem Monitor anzuschließen, so dass das Geschehen an einem weiteren Monitor verfolgt werden kann (Focus-Puller, Regisseur, usw.)...


Mit diesem RIG gedrehte Videos
7 Meter sind unsere Stärke - Doppelherz --- hier
Deine Freunde - Schokolade --- hier
Laroma - Imagefilme --- hier
The George - Imagefilme --- hier
Jim Pansen - Adventskalender --- hier

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